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Werkzeug · Coding-Agent

Codex

von OpenAI

OpenAIs agentisches Coding-Werkzeug – im Terminal, in der IDE, als Desktop-App und als Cloud-Agent, der Aufgaben eigenständig abarbeitet.

KostenpflichtigCLIDesktopmacOSWindowsVS CodeWebAPI

Einschätzung

Agentisches Coding im OpenAI-Ökosystem

Die naheliegende Wahl, wenn man ohnehin im OpenAI-/ChatGPT-Ökosystem arbeitet und Coding-Aufgaben über CLI, IDE und Cloud-Agent verteilen will. Wer Modelle frei wählen oder anbieterunabhängig bleiben möchte, ist mit einem offenen Werkzeug flexibler.

Codex ist OpenAIs agentisches Coding-Werkzeug (die 2025 neu gestartete Generation, nicht das alte Codex-API-Modell von 2021). Es bündelt mehrere Oberflächen unter einem Konto: eine Kommandozeile (CLI), eine IDE-Erweiterung, einen Cloud-Agenten, der Aufgaben asynchron in einer abgeschotteten Umgebung bearbeitet, sowie eine Desktop-App (macOS/Windows, mit Git-Worktree-Unterstützung).

Der Cloud-Agent liest das Repository, ändert Code, führt Tests aus und liefert das Ergebnis zurück – auch wenn der eigene Rechner längst aus ist. Codex läuft auf OpenAIs eigenen Modellen und ist in die kostenpflichtigen ChatGPT-Tarife sowie die API eingebunden.

Seit Juni 2026 kann die macOS-App vorgeführte Arbeitsabläufe per „Record & Replay“ in wiederverwendbare Skills umwandeln und auf Zuruf wiederholen (aktiviertes Computer Use vorausgesetzt). Die Funktion ist zum Start nicht im Europäischen Wirtschaftsraum, in Großbritannien und in der Schweiz verfügbar.

Ebenfalls seit Anfang Juni 2026 verschlüsselt Codex die Nachrichten zwischen Haupt- und Unteragenten (MultiAgentV2): Der Auftragstext von `spawn_agent`, `send_message` und `followup_task` liegt in der lokalen Sitzungshistorie nur noch als Chiffrat vor. Wer mehrstufige Agentenläufe protokollieren oder debuggen will, kann damit nicht mehr nachvollziehen, welche Teilaufgabe ein Unteragent erhalten hat. Einen Grund hat OpenAI bislang nicht genannt.

Neben dem Coding-Agenten führt OpenAI unter derselben Marke das Sicherheits-Werkzeug **Codex Security** (intern zuvor „Aardvark“), das Repositories auf Schwachstellen prüft und Patches vorschlägt. Seit dem 29. Juli 2026 liegen dessen Kommandozeile und TypeScript-SDK unter Apache-2.0 auf GitHub (`npm install @openai/codex-security`, Node.js 22+ und Python 3.10+). Offen ist damit aber nur der Client: Der eigentliche Scan läuft gegen den zugangsbeschränkten Codex-Security-Dienst – Anmeldung per ChatGPT-Konto oder `OPENAI_API_KEY`, Beta-Status, teils erst nach freigeschaltetem „Trusted Access for Cyber“.

Wofür es gut ist

  • Mehrschrittige Aufgaben asynchron in der Cloud erledigen lassen
  • Code im Terminal oder in der IDE generieren und umbauen
  • Bestehenden Code erklären, debuggen und refactoren

Stärken

  • Eine Engine über mehrere Oberflächen: CLI, IDE, Cloud-Agent und Desktop-App
  • Cloud-Agent arbeitet Aufgaben unbeaufsichtigt und parallel ab
  • Eng in ChatGPT und die OpenAI-API integriert

Schwächen

  • Nur OpenAI-Modelle – keine freie Anbieterwahl
  • Hinter kostenpflichtigen ChatGPT-Tarifen bzw. API-Abrechnung
  • Seit Juni 2026 sind die Aufträge an Unteragenten verschlüsselt – die lesbare Audit-Spur mehrstufiger Läufe fehlt (ohne Begründung durch OpenAI)

Im Vergleich

Wofür dieses Werkzeug die bessere Wahl ist – und wann ein direkter Konkurrent.

  • Das OpenAI-Pendant zu Claude Code: vergleichbarer Funktionsumfang (CLI, IDE, Cloud-Agent), aber an OpenAI-Modelle gebunden. In der Praxis werden beide oft komplementär genutzt – das eine für Architektur- und Tiefenarbeit, das andere für Routineaufgaben.
  • Anders als der breit in Editoren integrierte GitHub Copilot ist Codex stärker auf eigenständige, mehrschrittige Agentenläufe ausgelegt.

Stimmen aus der Community

Subjektive Einschätzungen Dritter – keine belegten Fakten, jeweils verlinkt.

Direkt ausprobieren

openai.com/codex

Zur offiziellen Seite ↗

ℹ️ Nutzung über ein kostenpflichtiges ChatGPT-Abo oder die OpenAI-API abgerechnet.

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