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Anthropic holt Accenture als ersten eingebetteten Prüfer

Anthropic hat am 18. September 2026 den Beratungskonzern Accenture als ersten externen Prüfer benannt, der dauerhaft im eigenen Haus arbeiten soll. Ausführen wird das dessen KI-Sparte Faculty: Modelle bewerten und angreifen, Ausrichtungsprüfungen vornehmen, Schutzmechanismen testen. Beide Unternehmen wollen dafür je mindestens eine Milliarde Dollar über fünf Jahre einsetzen.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 19. September 2026

Die Prüfer sollen einen Zugang bekommen, der dem eines Beschäftigten entspricht. Konkret heißt das laut Anthropic: Modelle schon während des Trainings beobachten, die Entscheidungen über Bau und Auslieferung nachvollziehen und direkt mit Mitarbeitern sprechen. Beurteilen sollen sie, wie das Unternehmen arbeitet, ob es seine Sicherheitszusagen einhält und wo es blinde Flecken hat.

Ausführen wird das Faculty, Accentures KI-Spezialeinheit. Accenture hatte die britische Firma am 16. März 2026 vollständig übernommen; mehr als 400 KI-Fachleute kamen dabei hinzu, Mitgründer Marc Warner wurde zugleich Technikchef von Accenture. Anthropic begründet die Wahl mit Erfahrung beim Ausrollen von KI in Konzernen und Behörden – und damit, dass ein börsennotierter Altkonzern unabhängiger vom KI-Umfeld sei.

Zur Finanzierung schreibt Anthropic, beide Unternehmen erwarteten jeweils mindestens eine Milliarde Dollar über die kommenden fünf Jahre in den Aufbau dieser Kapazität zu stecken. Wofür genau das Geld fließt, steht nicht in der Mitteilung. Weitere Prüfer sollen in den kommenden Wochen benannt werden.

Mit METR und anderen gemeinnützigen Prüfern sei man im Gespräch, um Teile der eingebetteten Prüfung mit deren eigenen Mitteln zu erproben. Amodeis Essay vom 12. September hatte METR noch als möglichen Prüfer genannt und weder Starttermin noch Teamgröße beziffert. Beides bleibt offen: Auch die neue Mitteilung nennt keinen Beginn und keine Personenzahl.