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OpenAI will wie Anthropic Prüfer mit Mitarbeiterzugang holen

Sam Altman hat am 12. September 2026 auf X angekündigt, dass OpenAI unabhängigen Prüfern einen Zugang wie Beschäftigten geben wird. Er reagierte damit zweieinhalb Stunden nach Dario Amodeis Ankündigung, Anthropic verpflichte sich einseitig zu solchen Prüfern. Wer bei OpenAI prüfen soll, ab wann und zu welchen Bedingungen, ließ Altman offen.

Altman schrieb am 12. September um 16:30 Uhr UTC, er stimme Amodei zu, dass das Tempo an der Spitze der KI-Entwicklung gedrosselt werden müsse. Das sei in den vergangenen Wochen ein Hauptthema der Diskussionen bei OpenAI gewesen. Sich auf unabhängige Prüfer mit mitarbeiterähnlichem Zugang festzulegen, nannte er eine sehr gute Idee: „we will do the same“. Mehr wolle OpenAI bald mitteilen.

Anthropic hatte die eigene Zusage im Essay konkret gefasst: Ein eingebettetes externes Team soll Schreibtische, Zugangsausweise und Firmenrechner bekommen und seine Befunde ohne redaktionelle Kontrolle durch Anthropic veröffentlichen dürfen. Schwärzen darf das Unternehmen nur eng umrissene Angaben, etwa sicherheitskritische oder vertrauliche. Zu keinem dieser Punkte äußert sich Altmans Beitrag.

Elon Musk schrieb um 15:01 Uhr UTC lediglich „Dario is right“. Demis Hassabis, Mitgründer und Chair von Google DeepMind, schrieb gegen 23 Uhr UTC, der Essay weise den richtigen Weg; die Einzelheiten müssten noch ausgearbeitet werden. Er verwies auf den Vorschlag seines Hauses für ein branchenweites Standardgremium für Frontier-KI.

In einem am 12. September veröffentlichten Fortune-Interview verband Altman die Sicherheitslage auch mit dem Börsengang, für den OpenAI bereits vertraulich Unterlagen eingereicht hat. Angesichts dessen, was bei der Sicherheit gerade geschehe, wäre jetzt ein unkluger Zeitpunkt dafür; 2026 werde es nach seiner Einschätzung nichts. Fortune zufolge deutete er außerdem eine Absprache mit anderen Laboren an, langsamer zu werden, bis Sicherheitslösungen aufholen – Einzelheiten nannte er nicht.

Eine solche Absprache zwischen Konkurrenten ist kartellrechtlich heikel; Amodei verlangt dafür eine eng gefasste Ausnahme aus Washington. Die Prüferzusage braucht sie nicht: Amodei hat sie als ersten Schritt angelegt, den ein Labor einseitig gehen kann.