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Anthropic baut ein eigenes Team für Hardware-Systeme auf

Anthropic bestätigte am 5. August 2026 den Aufbau eines Teams für die Systemarchitektur von KI-Rechenplattformen. Eine ausgeschriebene Stelle soll Scale-up- und Scale-out-Verbindungen einer nächsten Trainingsplattform definieren und Entwürfe eines Partners bewerten. Das Unternehmen will Hardware und Modelle gemeinsam optimieren; eine Abkehr von AWS, Google, Nvidia oder AMD ist zunächst nicht angekündigt.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 5. August 2026

Die Anzeige für einen „Hardware Systems Architect“ beschreibt Zuständigkeiten vom Chipgehäuse über Platinen, Racks und Verbindungen bis zu Stromversorgung, Kühlung und Rechenzentrum. Gesucht wird Erfahrung mit GPU-, TPU- oder anderen ASIC-Systemen sowie mit der Schnittstelle zwischen Chip, Package und Gesamtsystem. Die Jahresvergütung liegt laut Anzeige bei 320.000 bis 485.000 Dollar.

Eine zweite Stelle im Code-RL-Team betrifft einen anderen Strang: Claude soll den Entwurf von Siliziumchips unterstützen. Dafür werden Umgebungen für RTL-Generierung, Verifikation und physisches Design gebaut. Diese Arbeit an Modellen, die Chips entwerfen, ist nicht dasselbe wie Anthropics Hardware-Systems-Team.

TechCrunch und Techzine geben Anthropics Aussage wieder, Hardware und Modelle für schnelleren und effizienteren Betrieb im großen Maßstab gemeinsam zu entwerfen. Techzine schreibt außerdem, am bestehenden Ansatz mit AWS, Google, Nvidia und AMD ändere sich zunächst nichts. Samsung und eine spätere Google-TPU-Kapazität werden als mögliche Kontexte genannt, nicht als bestätigte Zielarchitektur.

Die Presse spricht von einem Custom-Silicon-Team; die Stellenanzeige nennt dagegen „Hardware Systems team“ und bestätigt keinen eigenen Beschleuniger. Nicht bekannt sind Zeitplan, Zielarchitektur, Investitionssumme und die Frage, ob Anthropic am Ende selbst einen Chip fertigt.