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Anthropic mietet Googles TPUs über eine Zweckgesellschaft

Eine Financial-Times-Recherche beschreibt eine Zweckgesellschaft, die Google-TPUs kauft und an Anthropic vermietet. Apollo und Blackstone stellen Fremdkapital bereit, Broadcom sichert vorrangige Tranchen gegen Ausfälle ab. Der Juni-Abschluss umfasst laut Wiedergaben rund 35 Milliarden US-Dollar Hardware. Die Konstruktion verlagert Risiken aus der direkten Bilanz.

Für das Modell „Compute SPV“ kauft eine Zweckgesellschaft Googles Tensor Processing Units und vermietet sie an Anthropic. Apollo und Blackstone finanzieren mehrere Schuldtranchen. Broadcom soll einspringen, wenn Anthropic die Miete nicht zahlt und der Verkauf der Chips die vorrangigen Gläubiger nicht deckt. Krypto-Mining-Betreiber bringen nach den Berichten zusätzlich Flächen und Netzanschlüsse ein.

Für den Abschluss im Juni werden rund 35 Milliarden Dollar Hardware genannt, nach einer Wiedergabe etwa eine Million TPUs beziehungsweise ein Gigawatt. Die Angaben zur Broadcom-Garantie liegen bei rund 30 bis 31 Milliarden Dollar. Andere Zahlen der Recherche, darunter Googles Gesamtrisiko und weitere Kaufverpflichtungen, sind jeweils nur in einzelnen Wiedergaben enthalten und daher mit größerer Vorsicht zu lesen.

Die Financial Times konnte die Konstruktion selbst nicht direkt zugänglich machen; mehrere unabhängige Wiedergaben stimmen bei Struktur und Kernsumme überein. Eine Zahlungsstörung ist nicht berichtet, und die Nutzung einer Zweckgesellschaft ist bei Anlagen-Leasing üblich. Offen bleibt, wie die beteiligten Unternehmen die Garantien und Verpflichtungen in ihren veröffentlichten Abschlüssen ausweisen.