Beim Text verändert Claude nicht die Bedeutung, sondern die Quelle des Zufalls, aus der es zwischen möglichen Wörtern auswählt. Mit dem geheimen Schlüssel lässt sich prüfen, wie wahrscheinlich ein Text teilweise von Claude stammt. Das Verfahren beweist weder menschliche Autorschaft noch schließt es ein anderes KI-Modell aus.
Die Markierung gilt für die Claude Platform, API, Claude Code, Claude Cowork und Claude Tag. Für unterstützte Dateien setzt Anthropic auf signierte C2PA-Herkunftsdaten. Der weltweite Rollout geht über den Anlass hinaus: Artikel 50 der EU-KI-Verordnung und der zugehörige Verhaltenskodex wurden am selben Tag verbindlich.
Anthropic kündigte eine Erkennungs-API an, nennt aber keinen Termin. Leichte Bearbeitung kann das Signal erhalten, eine vollständige Neufassung entfernt es wahrscheinlich; kurze Textproben liefern zu wenig Information. Bei festliegendem Code wird nicht markiert, Kommentare können dagegen ein Signal tragen.
Für die älteren Modelle nennt Anthropic inzwischen einen Stichtag. Alle vor dem 2. August 2026 erschienenen Claude-Modelle sollen die Markierung bis zum 2. Dezember 2026 tragen; bei Opus 5 lief die Freischaltung auf den Plattformen von AWS, Google Cloud und Microsoft Foundry ab dem 14. September schrittweise an.
Der nächste Schritt ist angekündigt, aber noch nicht dokumentiert: Anthropic nannte gegenüber The Decoder den 30. September 2026 für Claude Fable 5, Sonnet 5 und Opus 4.8. In der Modelltabelle der Hilfeseite stehen diese drei am 25. September weiterhin ohne Text-Wasserzeichen – dort ist bislang nur die Dateikennzeichnung nach C2PA eingetragen.
Aktualisiert am 25. September 2026.