Full Disk Access umgeht nach Apples Darstellung weitgehend die Datenschutzabfragen von macOS, damit etwa Backup-Programme funktionieren. Einige Entwickler nutzten die Berechtigung so, dass alles auf dem System offenliegen könne, ohne dass Nutzer das ganz überblickten. Je fähiger und eigenständiger KI-Agenten werden, desto stärker wüchsen diese Risiken.
Apple nennt in der Mitteilung weder eine App noch einen Entwickler. Ars Technica sieht in ihr einen Widerspruch zu Meta, dessen Agent Muse auf dem Mac Nachrichten lesen kann. Meta-CTO David Singleton sagte dazu, Muse lese Nachrichteninhalte nur, wenn Full Disk Access erteilt und der Nachrichten-Konnektor eingeschaltet sei; ein Meta-Sprecher nannte den Zugriff gegenüber The Verge freiwillig. Der macOS-Sicherheitsforscher Patrick Wardle betont gegenüber Ars, mit der Berechtigung sei jede Datei ohne Root-Schutz lesbar, auch Browser-Cookies und Chats.
Offen bleibt, wie die zusätzlichen Kontrollen aussehen, mit welcher macOS-Version sie kommen und wann. Auf eine Anfrage von The Verge antwortete Apple zunächst nicht.