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OpenAI schließt Lücke, über die Mac-Schadsoftware ChatGPT übernehmen konnte

OpenAI hat am 25. September 2026 eine Lücke in seiner Mac-App geschlossen, die Patrick Wardle von der Objective-See Foundation gemeldet hatte. Laut Wardle konnte Schadsoftware, die schon auf dem Rechner lief, darüber ChatGPT übernehmen, den gesamten Chatverlauf lesen und Befehle im Namen der App ausführen. Behoben ist sie ab Version 26.924.20706.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 5. Oktober 2026

Die App besteht aus mehreren Komponenten, die sich gegenseitig an ihrer digitalen Signatur erkennen. Geprüft wird dabei auch, von welchem Eltern- und Großelternprozess eine Anfrage stammt. Laut Wardle nahm jedoch ein vertrauenswürdiger Bestandteil, ein Skript-Interpreter, fremde Skripte an und reichte sie an den ChatGPT-Hauptprozess weiter. Der Schadcode musste den Interpreter nur dreimal starten, um alle Prüfungen zu bestehen; sein Proof of Concept umfasste laut Wired rund ein Dutzend Codezeilen.

Über die Lücke ließ sich nicht nur der Verlauf auslesen: ChatGPT führte dann auch Befehle des Angreifers aus, etwa im Browser oder in anderen Programmen, und diese wirkten wie Anweisungen der OpenAI-Software. OpenAI führt den Fehler im Changelog als CVE-2026-100754 und dankt Wardle. Gegenüber Wired sagte ein OpenAI-Sprecher, das Unternehmen müsse bei der Sicherheit schneller werden.

Wardle hat OpenAI nach eigenen Angaben bereits eine weitere Lücke gemeldet, die die Verbindung von ChatGPT mit dem Dauer-Assistenten Dots betrifft; OpenAI prüft den Bericht noch. Seine Analysen mehrerer KI-Apps für macOS will er im November auf der Konferenz Objective by the Sea vorstellen.