Die technischen Eckwerte stehen auf Apples Spezifikationsseite. M5 Max: 18 CPU-Kerne, bis 40 GPU-Kerne, 16-Kern-Neural-Engine, bis 128 GB Unified Memory, 460 GB/s in der Grundausstattung und 614 GB/s in der ausgebauten Fassung. M5 Ultra: 30 CPU-Kerne in der Grundausstattung und 36 im Ausbau, 64 bzw. 80 GPU-Kerne, 32-Kern-Neural-Engine, bis 512 GB Unified Memory, 1,2 TB/s. Der Ultra ist, wie schon bei den Vorgängern, im Wesentlichen ein Verbund zweier Max-Dies.
Der Wert, an dem sich lokale Inferenz entscheidet, ist die Zeit bis zum ersten Token – sie hängt an der Speicherbandbreite, nicht an der Rechenleistung. Apple gibt für den M5 Ultra das 9,8-Fache gegenüber dem M1 Ultra und das 2,4-Fache gegenüber dem M3 Ultra an, für den M5 Max das 10,7-Fache gegenüber dem M1 Max und das 2,8-Fache gegenüber dem M4 Max. Der Sprung gegenüber dem M3 Ultra ist damit der belastbarere Vergleich: Der M3 Ultra ist der Chip, der in den Selbstbau-Clustern der lokalen Szene tatsächlich steht.
⚠️ Was die Mitteilung offen lässt: Sie nennt „enormous LLMs entirely on device“, aber keine Parameterzahl. Die Produktseite nennt als einziges konkretes Beispiel ein „14-billion parameter model with 4-bit quantization“ unter LM Studio sowie „Gemma, Kimi, and Mistral“ ohne Größenangabe; ein „72-billion parameter dense model“ erscheint dort ausdrücklich nur im Zusammenhang mit mehreren gekoppelten Geräten, nicht mit einem einzelnen. Wer aus den 512 GB auf ein bestimmtes lauffähiges Modell schließt, tut das ohne Angabe des Herstellers.
Die Einordnung, die Apple selbst nicht liefert, kommt aus der Praxis: c’t 3003 hat für ein Kimi-K3-Vorhaben vier ausgeliehene Mac Studio mit M3 Ultra zusammengeschaltet – zwei mit 512 GB, zwei mit 256 GB, zusammen rund 1,5 TB – und berichtet, dass es nicht reichte, weil das Modell „mit nutzbarem Kontext“ rund 1,6 TB brauche. Das ist die Größenordnung, in der die Rechnung wirklich stattfindet: Ein einzelner M5 Ultra mit 512 GB deckt sie nicht ab, ein Verbund aus vieren rückt sie in Reichweite.
Der Kanal Theo – t3.gg zieht daraus am 29. August 2026 die schärfste These der Rezeption: Der neue Mac Studio nehme Nvidias DGX Spark die Existenzberechtigung, weil dieser 128 GB langsames LPDDR5 an einem schwachen Rechenteil biete, während der M5 Ultra viel Speicher und hohe Bandbreite in einem Gerät zusammenbringe. Das ist eine begründete, aber unbelegte Praxiseinschätzung ohne eigene Messung – der M5 Ultra ist zum Zeitpunkt der Aussage noch nicht ausgeliefert. Wir führen sie als Stimme, nicht als Befund.