Alle Depeschen

DepescheBranche

Apple trainiert seine Modelle mit Siri-Daten nach Zustimmung

Apple hat den Satz über seine Trainingsdaten entschärft: Auf der Seite zu den Foundation-Modellen endet das Versprechen, private Daten und Interaktionen würden nie zum Training genutzt, seit dem 9. September 2026 mit dem Vorbehalt „unless you explicitly choose to help improve them“. Begründet wird das mit der neuen Einwilligung für Siri und Apple Intelligence.

Die Seite trägt die Änderung in zwei Abschnitten unterschiedlich. Im Abschnitt „Training Data“ steht weiterhin ohne Vorbehalt, Apple nutze private Daten und Nutzerinteraktionen nicht für das Training der Foundation-Modelle. Im Abschnitt „Responsible AI“ steht derselbe Satz mit der Ausnahme für ausdrücklich Zustimmende.

Heise beschreibt den Ablauf auf dem Gerät: Beim Einschalten der neuen Siri erscheint ein Dialog mit der Bitte, bei der Verbesserung zu helfen; ablehnen lässt sich das mit „Jetzt nicht“, überspringen nicht. Widerrufen geht später unter Einstellungen, Analyse & Verbesserungen. Ausgeliefert wird die Funktion laut dem Bericht mit iOS 27 am 14. September 2026.

Was die Einwilligung umfasst, steht in Apples Datenschutzseiten zu Siri und Diktierfunktion, Stand 11. Februar 2026: gespeichert werden Audiodaten, Transkripte und Angaben zur Anfrage, aufbewahrt bis zu zwei Jahre. Auf Audioaufnahmen greifen nur zur Vertraulichkeit verpflichtete Apple-Beschäftigte zu. Transkripte können Modelle für Siri, Suche, Sprachsteuerung, Übersetzen und Spracherkennung feinjustieren.

Die ergänzte Seite ist dieselbe, mit der Apple im Juni 2026 die dritte Generation seiner Foundation-Modelle vorstellte; damals stand die Zusage laut Heise ohne Vorbehalt. Einen Termin oder eine Datenmenge für das Training mit eingewilligten Daten nennt Apple nicht.