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Apple startet Siri AI, auf iPhones in der EU aber vorerst nicht

Apple hat am 14. September 2026 Siri AI freigegeben, eine neu gebaute Siri, die persönliche Daten, Bildschirminhalte und Apps einbezieht. Sie startet als Beta auf Englisch und nutzt eine neue Generation der Apple Foundation Models, entwickelt mit Google und dessen Gemini-Modellen. Auf iPhone, iPad und Apple Watch ist sie in der EU vorerst nicht verfügbar.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 15. September 2026

Die neue Siri soll Fragen mithilfe von Nachrichten, Mails und Fotos der Nutzer beantworten, auf Bildschirminhalte eingehen und Aufgaben in Apps übernehmen, etwa eine Mail entwerfen oder Fotos bearbeiten und teilen. Frühere Gespräche sammelt eine eigene Siri-App. Die Modelle laufen laut Apple auf dem Gerät und auf Servern mit Private Cloud Compute; persönliche Daten würden dort weder gespeichert noch Apple zugänglich gemacht.

Voraussetzung ist ein Gerät mit Apple Intelligence, beim iPhone ab dem 15 Pro. Nach dem Englischen sollen im nächsten Monat Französisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch und Spanisch folgen. In China fehlen Siri AI und die übrigen neuen KI-Funktionen, solange Apple regulatorische Anforderungen klärt.

In der EU fehlt Siri AI auf iOS, iPadOS und watchOS. Apple hatte das schon am 8. Juni mit dem Digital Markets Act (DMA) begründet, der dem Konzern als sogenanntem Gatekeeper beim iPhone Öffnungspflichten gegenüber Konkurrenten auferlegt. Nach Apples Darstellung müsste er dann jedem virtuellen Assistenten direkten Zugriff auf private Daten und die Steuerung anderer Apps geben. Den Vorschlag, Siri AI sofort zu starten und fremden Assistenten über einen Vermittler namens Trusted System Agent binnen 18 Monaten schrittweise denselben Zugang zu verschaffen, habe die Kommission abgelehnt.

Die Kommission widerspricht. Nichts im DMA hindere Apple an der Einführung, schrieb ihr Sprecher Thomas Regnier im Juni; die Entscheidung sei allein Apples. Statt einer regelkonformen Lösung habe Apple verlangt, 18 Monate von seinen Interoperabilitätspflichten befreit zu werden, also von der Pflicht, konkurrierenden Diensten denselben Zugang zu Funktionen des Betriebssystems zu geben wie den eigenen. Das hätte laut Regnier bedeutet, dass Verbraucher in der EU keinen anderen KI-Assistenten als Siri AI wählen könnten.

Dan Moren von Six Colors, der die Beta seit dem Sommer nutzt, hält Siri AI zeitweise für beeindruckend; sie missverstehe aber auch Anfragen und gebe selbstsicher falsche Antworten. Aus einem Screenshot mit mehreren Terminen trug sie bei ihm nur einen in den Kalender ein, zur falschen Uhrzeit und in der falschen Zeitzone.