Der Ausbau erreicht 3,63 Prozent des nominalen US-Bruttoinlandsprodukts, gerechnet als Jahresdurchschnitt von 2025 bis 2032. Damit liegt er über allen fünf Investitionsbooms, die das Papier zum Vergleich heranzieht: Eisenbahn 2,24 Prozent (1870–1890), Highways 1,13 (1956–1973), Telekommunikation und Glasfaser 1,10 (1996–2003), Kanäle 0,66 und Elektrifizierung 0,50. Das entspricht dem 1,6-Fachen des Eisenbahn-Werts.
Gezählt sind Neubau und Ausrüstung von Rechenzentren in den USA, also Gebäude, Stromanschluss, Netz und Chips; die 10,3 Billionen Dollar sind die kumulierte Investition über acht Jahre, nicht ein Jahreswert. Ein Campus mit 200 Megawatt kostet nach der Rechnung etwa 8,2 Milliarden Dollar, davon zwei Drittel IT-Ausrüstung. Bis 2032 gehen 183 Gigawatt in Betrieb, 227 Gigawatt der Projektliste nie.
Der Umsatzbedarf folgt aus der Abschreibung. Das Papier setzt für IT-Ausrüstung – 68 Prozent der Kosten – sechs Jahre wirtschaftliche Lebensdauer an, für den Rest zwanzig Jahre, und kommt so auf eine jährliche Kapitallast von 19,37 Prozent. Bei 50 Prozent operativer Marge ergibt das die 3,7 Billionen Dollar, umgerechnet 9,2 Prozent des für 2032 unterstellten Bruttoinlandsprodukts.
Zur Einordnung stellt der Autor die Zahl den geschätzten 100 Milliarden Dollar Jahresumsatz von OpenAI und Anthropic gegenüber: Von dieser Basis aus wären etwa 80 Prozent Wachstum pro Jahr bis 2032 nötig. Der Vergleich setzt zwei Frontier-Labore gegen den Umsatzbedarf des gesamten Ausbaus und ist im Papier ausdrücklich als Kontext angelegt, nicht als Projektion.
Bei den fünf großen Betreibern übersteigen die Investitionen 2026 erstmals den operativen Cashflow – 800,5 gegen 707,1 Milliarden Dollar, wobei die Werte für 2026 Berichte, Unternehmensprognosen und Analystenschätzungen mischen. Systemisches Risiko leitet das Papier daraus nicht ab; ein solcher Schluss sei verfrüht. Der Vergleich mit früheren Booms sei vorsichtig zu lesen, weil Kanäle und Glasfaser jahrzehntelang trugen, Rechenbeschleuniger aber in drei bis sechs Jahren veralten.