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Microsoft ändert Bilanzierung und weist weniger Investitionen aus

Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft investierten laut einer Financial-Times-Auswertung bis Ende Juni 2026 rund 1,1 Billionen Dollar in Sachanlagen; für 2026 waren 745 Milliarden geplant. Microsofts ausgewiesene Prognose sank von etwa 190 auf 175 Milliarden Dollar. Der Konzern verlängert die angesetzte Nutzungsdauer von Rechenzentren und Büros und bilanziert künftige Leasingverträge dadurch anders.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 31. Juli 2026

Heise gibt die Financial-Times-Auswertung wieder: Die vier Konzerne hätten seit Anfang 2023 rund 1,1 Billionen Dollar Kapitalinvestitionen aufgewendet. Für das laufende Jahr seien rund 745 Milliarden geplant. Im zweiten Quartal kamen bei Microsoft, Alphabet und Meta nach dieser Auswertung neue KI-bezogene Verpflichtungen von zusammen knapp 900 Milliarden Dollar hinzu.

Microsoft-Finanzchefin Amy Hood erklärte die niedrigere ausgewiesene Prognose im Earnings Call mit einer Bilanzänderung. Die geschätzte Nutzungsdauer von Rechenzentren und Bürogebäuden steigt von 15 auf 25 Jahre. Dadurch werden künftige Leasingverträge anders klassifiziert: Finance-Leases zählen zum Capex, Operating-Leases dagegen nicht.

CFO Dive ordnet die 15 Milliarden Dollar deshalb als Reklassifizierung künftiger Leasingverträge ein, nicht als gestrichene Bau- oder Chipvorhaben. Die längere Nutzungsdauer gilt ab dem Geschäftsjahr 2027. Microsoft beschreibt den Effekt auf das Betriebsergebnis als gering.

Die 1,1-Billionen- und 745-Milliarden-Werte stammen aus der FT-Auswertung, wie sie heise wiedergibt; eine Aufschlüsselung nach Konzern liegt in dieser Wiedergabe nicht vor. Für den Ausbau sind ausgewiesene Sachinvestitionen, Leasingverpflichtungen und Auftragsbestand gemeinsam aussagekräftiger als die Capex-Zahl allein.