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Cisco veröffentlicht Antares: winzige, offene Modelle, die Schwachstellen im Code lokalisieren

Ciscos Forschungsgruppe Foundation AI hat am 22. Juli 2026 zwei kleine, offene KI-Modelle für Cybersecurity veröffentlicht: Antares-1B (rund 2 Mrd. Parameter, auf IBM Granite 4.0 aufsetzend, 128K Kontext) und Antares-350M, beide unter Apache-2.0-Lizenz mit offen herunterladbaren Gewichten auf Hugging Face (Sammlung fdtn-ai/antares). Die Modelle arbeiten als Terminal-Agent, der Code-Repositories per Shell-Kommandos durchsucht, um Dateien mit Sicherheitslücken zu lokalisieren. Laut Ciscos eigenen Tests finden sie bei einem Bruchteil der Kosten rund 150-mal mehr Schwachstellen pro Dollar als große KI-Agenten.

Cisco Foundation AI hat am 22. Juli 2026 die Antares-Modellreihe veröffentlicht. Frei verfügbar sind zwei Größen: Antares-350M und Antares-1B (rund 2 Mrd. Parameter, aufgebaut auf der IBM-Granite-4.0-Architektur mit 128K Kontextfenster). Beide stehen unter der permissiven Apache-2.0-Lizenz und sind mit offenen Gewichten über die Hugging-Face-Sammlung fdtn-ai/antares herunterladbar; eine noch größere 3-Milliarden-Variante behält Cisco laut Berichten vorerst intern.

Die Modelle sind auf „Vulnerability Localization“ spezialisiert – das Auffinden der Dateien in einer realen Codebasis, die eine Sicherheitslücke enthalten. Sie agieren dabei als Terminal-Agent, der ein Repository selbstständig über Shell-Kommandos erkundet, statt den gesamten Code in ein Kontextfenster zu laden. Auf der eigenen Modellkarte gibt Cisco für Antares-1B einen File F1 von 0,209 auf dem Vulnerability-Localization-Benchmark an und beansprucht damit, deutlich größere Modelle bei dieser Spezialaufgabe zu übertreffen.

Die auffälligsten Zahlen sind Ciscos eigene und noch nicht unabhängig geprüft: Entwickler Aman Priyanshu nennt auf X rund 150-mal mehr gefundene Schwachstellen pro Dollar gegenüber großen KI-Agenten; in einem von Axios zitierten Cisco-Test scannten die kleinen Modelle 500 Code-Sammlungen in rund 15 Minuten für unter einen Dollar, während GPT-5.5 dafür etwa fünf Stunden und über 100 Dollar benötigt habe. Die zurückgehaltene größere Version soll nahe an GPT-5.5 heranreichen und bis zu 200-mal besser abschneiden als größere offene Modelle. Diese Angaben sind als anbieter-selbstberichtet zu lesen, bis unabhängige Messungen vorliegen.