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Claude-Modell soll neue Schranke für Zeta-Nullstellen beweisen

Anthropic berichtet, eine unveröffentlichte Claude-Forschungsvariante habe die bekannte untere Schranke für Nullstellen der Riemannschen Zetafunktion unbedingt auf zwei Drittel angehoben. Die optimierte Testfamilie kommt laut Papier auf 0,6725. Das Ergebnis beweist die Riemannsche Vermutung nicht; dafür müssten alle Nullstellen auf der kritischen Geraden liegen.

Die Schranke lag seit 2020 bei mehr als 5/12, also rund 41,7 Prozent. Der neue Ansatz ersetzt die bisher übliche Levinson-Methode durch eine linearalgebraische Auswertung von Montgomerys Paarkorrelation, unter anderem mit Sylvesters Trägheitssatz und einer Spurungleichung.

Das am 10. August 2026 veröffentlichte Papier wurde nach Anthropics Darstellung in zwei Claude-Code-Sitzungen entwickelt. Genannt werden 650 verworfene Ideen, rund 60 Subagenten, 2.400 Shell-Kommandos und 31 Millionen Ausgabetoken. Zwei Anthropic-Mathematiker prüften das Ergebnis, zwei externe Fachleute sahen es kurzfristig durch.

Die Sätze A bis E sind laut Projektseite in Lean 4 formalisiert, mit einem öffentlichen, sorry-freien Repository ohne zusätzliche Axiome. Das Papier ist nicht begutachtet; die Prozesszahlen stammen von Anthropic. Die Formalisierung prüft den codierten Beweis, beantwortet aber nicht die offene Frage, ob dieser Ansatz zur vollständigen Riemannschen Vermutung führt.