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c’t findet KI-Musik nur auf zwei von fünf Plattformen markiert

Die c’t erzeugte drei Songs mit Suno, lud sie über DistroKid bewusst ohne KI-Kennzeichnung auf Spotify, Apple Music, YouTube Music, Deezer und Tidal hoch und erhielt ein uneinheitliches Ergebnis. Nach einigen Stunden markierten Tidal und Deezer die Titel selbstständig; die drei anderen Dienste zeigten keinen entsprechenden Hinweis. Der Test wurde nicht wiederholt.

Für den Versuch nutzte die Redaktion Sunos Pro-Tarif und ein DistroKid-Abonnement. Im Upload-Formular verneinte sie absichtlich, dass Musik, Stimme oder Text KI-erzeugt seien. Tidal und Deezer kennzeichneten die Songs später trotzdem; Spotify, Apple Music und YouTube Music taten es in diesem Durchgang nicht.

Die Redaktion entfernte anschließend das Metadatenfeld Made with Suno und kompilierte eine Datei als MP3 ohne Tags. Tidal und Deezer erkannten die Stücke weiterhin. Ihre Kennzeichnung beruhte in diesem Kontrollversuch also auf einer Analyse des Audiomaterials und nicht auf einer mitgelieferten Selbstdeklaration.

Tidal zeigt das Zeichen neben dem Titel und kann solche Stücke ausblenden; Deezer setzt einen Hinweis auf Albumebene und nimmt erkannte KI-Musik aus redaktionellen Playlists. Bei Spotify erscheint ein generativer Hinweis laut Test nur in den Song-Informationen und nur nach Angabe des Hochladenden.

Deezer meldete im Juni 2026 rund 90.000 vollständig KI-erzeugte Titel pro Tag und auf dem Höhepunkt mehr als die Hälfte aller neuen Uploads. Suno kündigte für die kommenden Wochen Audio-Wasserzeichen und Fingerprinting an. Der c’t-Versuch ist ein einzelner Durchgang und misst keine allgemeine Erkennungsrate.