AWS-Agentengerüst soll Token-Kosten um 28 Prozent senken
AWS hat am 21. September 2026 Strands harness veröffentlicht: ein fertig verdrahtetes Agenten-Gerüst unter Apache-2.0-Lizenz für Python und TypeScript. Nach eigener Messung über sechs Benchmarks verursacht es mit denselben Claude- oder GPT-Modellen 28 Prozent geringere Kosten für TokenDie kleinste Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells – ein Wortstück, kein ganzes Wort. Faustregel: rund 1.000 Tokens entsprechen grob 750 deutschen Wörtern. Preise und Kontextlängen werden in Tokens gerechnet.Mehr im Wissen → als die Gerüste Claude Code, Codex und DeepSeek Harness.
✓ Aussagen gegen die Quellen geprüft · 23. September 2026
Strands harness ist ein fertig zusammengesetzter Agent, den ein einzelner Import startet. Er führt die Schleife zwischen Modell und Werkzeugen, verwaltet Kontext und Sitzungen und fängt Fehlerfälle ab; Shell-Befehle, Datei- und Web-Werkzeuge, Langzeitspeicher und eine Aufgabenliste sind eingebaut. Als Modellanbieter nennt AWS Amazon Bedrock, Anthropic, OpenAI und Google sowie lokal laufende Ollama-Modelle und LiteLLM.
Die Ersparnis führt AWS auf Voreinstellungen zurück: Werkzeug-Ergebnisse über rund 1.500 TokenDie kleinste Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells – ein Wortstück, kein ganzes Wort. Faustregel: rund 1.000 Tokens entsprechen grob 750 deutschen Wörtern. Preise und Kontextlängen werden in Tokens gerechnet.Mehr im Wissen → werden gekürzt, die CompactionNähert sich ein Gespräch der Fenstergrenze, fasst Compaction die bisherige Historie zu einer Zusammenfassung zusammen und führt damit fort – bewusst so gebaut, dass wichtige Entscheidungen erhalten bleiben. Anders als /clear (das alles verwirft) bewahrt es den roten Faden. Auslösbar über /compact.Mehr im Wissen → setzt ein, sobald das KontextfensterDie maximale Textmenge (in Tokens), die ein Modell pro Anfrage gleichzeitig „im Blick“ hat – Eingabe plus bisheriger Verlauf. Ist es voll, fällt Älteres aus dem Kontext.Mehr im Wissen → über 85 Prozent gefüllt ist, und bei Überlauf läuft die Kontext-Wiederherstellung innerhalb der Schleife.
Gemessen hat AWS selbst, verteilt auf EC2-Maschinen mit dem Evaluierungsrahmen Harbor. Welche sechs Benchmarks das waren, steht in der Ankündigung nicht, Einzelwerte je Benchmark ebenso wenig. Eine Veröffentlichung der eigenen Forschungsgruppe zu diesen Messungen ist angekündigt, liegt aber nicht vor.
Die zweite Zahl vergleicht direkt mit einem Wettbewerber: Mit Fable 5 habe das Gerüst 77 Prozent weniger gekostet als Claude Code und zugleich auf Terminal-BenchAusführungsbasierter Benchmark (0–100 %): das Modell löst echte Shell-/Terminal-Aufgaben in einer Sandbox, gewertet wird, ob das Ergebnis wirklich funktioniert. Dadurch kontaminationsärmer als reine Wissensquizze.Mehr im Wissen → 2.1 besser abgeschnitten. Wie die Gegenseite dabei konfiguriert war, legt die Ankündigung nicht offen.
Der Code liegt im Monorepo strands-agents/harness-sdk unter Apache-2.0 und wird als strands-harness für Python beziehungsweise @strands-agents/harness für Node installiert. Das Repository besteht seit Mai 2025: Das Gerüst ist eine Ergänzung neben den bestehenden SDKs, kein neues Projekt.