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Patentanwälte mit KI: Vorsprung ohne KI nur bei den Erfahrenen

In einem vorregistrierten Feldexperiment bekamen 133 Patentanwälte aus elf US-Kanzleien drei Monate lang einen KI-Assistenten zum Entwerfen von Patentansprüchen. Mit KI wurde ihre Arbeit besser. Danach ohne KI geprüft, schnitten nur erfahrene Anwälte besser ab als die Kontrollgruppe. Das NBER-Arbeitspapier stammt von MIT-Ökonom David Autor und sechs Koautoren, die für Google arbeiten.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 24. Oktober 2026

Verblindete Patentanwälte bewerteten alle Arbeiten. Mit KI-Zugang lag die Qualität bei Referenzaufgaben nach 10 Tagen um 0,34 und nach 90 Tagen um 0,38 Standardabweichungen über der Kontrollgruppe; Berufseinsteiger gewannen dabei am meisten.

Nach drei Monaten überarbeiteten alle Teilnehmenden ohne KI eine bestehende Patentanmeldung, eine Kernaufgabe, die fachliches Urteil verlangt. Die Gruppe mit KI-Erfahrung lag insgesamt um 0,32 Standardabweichungen vorn, der Vorsprung ging aber ganz auf erfahrene Anwälte zurück (0,45). Berufseinsteiger gewannen im Schnitt nichts. Ihre Ergebnisse spalteten sich: deutlich weniger mittelmäßige, dafür mehr schwache und mehr gute.

Die Autoren lesen das so: Für manche Einsteiger war der Assistent ein Sprungbrett, für andere ein Polster. Grundlagenwissen könnte Voraussetzung dafür sein, aus KI-gestützter Arbeit dauerhaft etwas zu lernen.

Google hat die direkten Kosten getragen und die Studie durchgeführt. Der Assistent ist eine Spezialanfertigung zum Entwerfen von Patenten. Drei Monate sind für den Aufbau von Fachwissen kurz, 133 Teilnehmende eine kleine Stichprobe. Das Arbeitspapier erschien im September 2026, wurde im Oktober überarbeitet und ist nicht begutachtet.