Die Sanktion steht in einer vierseitigen Anordnung vom 9. September 2026. Das Gericht hält darin fest, der Schriftsatz habe falsche Aussagen vollständig erfundener Zeugen enthalten, und nennt vier Namen: Officer Michelle Amarillo, Officer Sanchez, Manal Al-Jibury und Teresa Marquez. Dazu kommen falsch wiedergegebene Rechtsquellen.
Vertreten hat Aarons die Berufung von Oscar Renee Sandoval, der wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden ist. Aufgefallen ist die Erfindung dem Gericht selbst: Es forderte den Anwalt im August auf zu erklären, wie Sätze in den Schriftsatz gerieten, nach denen der Schütze eine dunkle Hose und ein weißes Hemd getragen habe.
In der Anhörung am 21. August 2026 sagte Aarons, er habe ChatGPT ein maschinell erstelltes Verhandlungsprotokoll und weitere Unterlagen übergeben und eine belastbare Zusammenfassung erwartet. Richterin Shannon Bacon hielt ihm entgegen, Anwälte, die sich auf KI-Halluzinationen verlassen, seien praktisch täglich eine Aufmachergeschichte. Richter Michael Vigil erinnerte daran, dass die Unterschrift unter einem Schriftsatz eine Prüfzusage ist.
Das Gericht entzog Aarons das Mandat, setzte die 5.000 US-Dollar zugunsten eines Mandanten-Schutzfonds fest, zahlbar binnen 30 Tagen, und verwies den Fall an die Disziplinarkammer des Gerichts. Aarons erklärte danach, er sei reuig und hoffe, die Kammer werte den Vorgang als ehrlichen Fehler.
⚠️ Die Anordnung selbst liegt uns nicht öffentlich abrufbar vor. Wortlaut, Datum und Zahlen stammen aus der Reuters-Meldung vom 11. September 2026 in zwei unabhängigen Wiedergaben sowie aus dem Bericht des Santa Fe New Mexican von der Anhörung.