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Nvidia soll OpenAIs Rechenzentrums-Miete mit 250 Milliarden Dollar absichern – weil die Kreditmärkte allein nicht mitziehen

Nvidia verhandelt laut einem Bericht des Wall Street Journal vom 27. Juli 2026 darüber, Finanzierungen im Umfang von rund 250 Milliarden US-Dollar zu garantieren, damit OpenAI Rechenkapazität auf einem geplanten 10-Gigawatt-Campus im Süden Ohios mieten kann. Entwickelt wird die Anlage von SB Energy, einer Tochter der SoftBank Group. Die Bürgschaft soll Mietvertrag und Baukredite abdecken – ausdrücklich nicht die Chips: über deren Finanzierung verhandelt Nvidia separat, über bis zu 350 Milliarden Dollar. Die Gespräche sind nicht abgeschlossen, Nvidia und OpenAI äußerten sich nicht.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 28. Juli 2026

Die berichtete Struktur: Nvidia würde für rund 250 Milliarden Dollar geradestehen, die OpenAIs Mietvertrag und die Baukredite des Rechenzentrums absichern – nicht aber die Beschleuniger, die darin laufen sollen. Über deren Finanzierung wird nach denselben Berichten getrennt verhandelt, mit einem Volumen von bis zu 350 Milliarden Dollar; heise addiert beide Stränge zu einem möglichen Gesamtengagement von bis zu 600 Milliarden Dollar. Standort ist ein 10-Gigawatt-Campus im Süden Ohios – Tom’s Hardware verortet ihn in Pike County im Raum Piketon –, entwickelt von SB Energy, der Energietochter der SoftBank Group. Die Gesamtkosten der Entwicklung beziffern die Berichte auf über 500 Milliarden Dollar einschließlich der Chips; die erste Ausbaustufe soll 2028 mit rund 800 Megawatt ans Netz gehen.

Warum es die Garantie überhaupt braucht, benennt Reuters direkt: OpenAI ist mit 852 Milliarden Dollar bewertet, aber unprofitabel, was „questions about its ability to fund the multi-billion-dollar commitments“ aufwirft. Ein Bauträger, dessen einziger Großmieter kein Investment-Grade-Rating hat, bekommt Fremdkapital nur teuer – oder eben mit einem Bürgen. Genau diese Rolle soll Nvidia übernehmen, dessen Interesse an der Anlage zugleich der Absatz der dort verbauten Hardware ist.

Einordnung und Vorbehalte: Die Primärquelle ist ein Bericht des Wall Street Journal, der uns hinter der Bezahlschranke nicht zugänglich war; wir stützen uns auf drei unabhängige Wiedergaben (Reuters, heise, Tom’s Hardware), die in Höhe, Struktur, Standort und Projektgröße übereinstimmen. Reuters schreibt ausdrücklich, den Bericht nicht unmittelbar verifizieren zu können; Nvidia, OpenAI und das US-Handelsministerium reagierten nicht auf Anfragen. Alle Zahlen sind damit Angaben aus anonymen Verhandlungskreisen, keine bestätigten Vertragsdaten. Wer sie einordnen will, sollte sie neben die bereits belegten Größen legen: OpenAIs ausgewiesene Ausgaben, Nvidias eigene Anleihe-Aufnahme und die Erfahrung aus dem Stargate-UK-Fall, dass angekündigte Investitionssummen und tatsächlich gebundene Mittel weit auseinanderliegen können.