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96,2 Milliarden Umsatz in einem Quartal – und Nvidias Prognose von 108 Milliarden rechnet China gar nicht mit

Nvidia hat am 26. August 2026 die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 vorgelegt (Stichtag 26. Juli 2026): 96,2 Milliarden Dollar Umsatz, 18 Prozent mehr als im Vorquartal und 106 Prozent mehr als im Vorjahr. Allein das Rechenzentrums-Geschäft trug 89,0 Milliarden bei – ein Plus von 117 Prozent zum Vorjahr und rund 93 Prozent des Konzernumsatzes. Für das laufende Quartal stellt Nvidia 108,0 Milliarden Dollar ± 2 Prozent in Aussicht. Der Satz, der in der Rezeption fehlt, steht direkt daneben: „NVIDIA is not assuming any Data Center compute revenue from China in its outlook.“

Die Zahlen im Einzelnen, wie sie in Nvidias eigener Mitteilung stehen: „NVIDIA (NASDAQ: NVDA) today reported revenue for the second quarter ended July 26, 2026, of $96.2 billion, up 18% from the previous quarter and up 106% from a year ago.“ Für das Segment Rechenzentrum heißt es: „Second-quarter revenue was $89.0 billion, up 18% from the previous quarter and up 117% from a year ago.“ Das sind rund 93 Prozent des Konzernumsatzes – eine Rechnung, die wir selbst aus den beiden genannten Zahlen ziehen. heise ergänzt aus derselben Vorlage einen Betriebsgewinn von 63,7 Milliarden Dollar (plus 19 Prozent sequenziell, plus 124 Prozent zum Vorjahr), einen GAAP-Nettogewinn von 59,7 Milliarden und einen Nettogewinn nach Non-GAAP von 54 Milliarden; nach Bereichen sei der Umsatz mit kleineren Betreibern um 25 Prozent gewachsen, der mit den großen Cloud-Hyperscalern um 13 Prozent.

Die Prognose lautet wörtlich: „Revenue is expected to be $108.0 billion, plus or minus 2%. NVIDIA is not assuming any Data Center compute revenue from China in its outlook.“ Dazu nennt Nvidia eine erwartete Bruttomarge von 74,0 Prozent, plus oder minus 50 Basispunkte. Der China-Satz ist der Teil, den die uns zugängliche Rezeption nicht führt: heise berichtet die 108 Milliarden, erwähnt China aber nicht. Für die Bewertung der Zahl ist das der Unterschied zwischen einer Prognose, die auf eine politische Öffnung setzt, und einer, die ohne sie auskommt – Nvidia hat sich für die zweite entschieden.

Die Einordnung des Unternehmens selbst liefert Jensen Huang im Pressetext, und sie ist als Anbieteraussage zu lesen: „AI has reached its inflection point. It’s doing useful work. Its tokens are productive and profitable. Now, compute is revenue. And demand is accelerating.“ Der bemerkenswerte Teil daran ist weniger die Zuversicht als die Gleichsetzung: Rechenleistung sei Umsatz. Genau diese Gleichung ist es, die in den Finanzierungskonstruktionen der vergangenen Monate – Anleihen, Bürgschaften, Restwertgarantien, Beteiligungen an Abnehmern – vorausgesetzt wird; die Quartalszahlen sind der bislang deutlichste Beleg dafür, dass sie in der Gegenwart aufgeht. Über die Zukunft sagen sie nichts.

Zur Beleglage: Wir haben Nvidias Mitteilung im Presseraum selbst geöffnet und die zitierten Sätze mit einer Gegenfrage nachgeprüft, um Umsatz-, Segment- und Prognosezahl gegeneinander abzusichern; heise haben wir als unabhängige Rezeption unabhängig davon geöffnet. Beide Fassungen stimmen bei Umsatz (96,2 Milliarden), Rechenzentrum (89 Milliarden) und Prognose (108 Milliarden) überein. The Verge und Ars Technica sind für unser Abrufwerkzeug nicht erreichbar.