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Österreich wirbt bei der EU um einen Anthropic-Standort

Österreichs Digitalisierungs-Staatssekretär Alexander Pröll schlug laut Bloomberg am 28. Juni 2026 in einem Brief an EU-Kommissarin Henna Virkkunen vor, Anthropic strategisch in Europa anzusiedeln. Als Anreize nennt der Brief Rechtssicherheit, Marktzugang, Kapital und gemeinsame Werte. Einen konkreten Umsetzungsplan enthält er nicht.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 30. Juni 2026

Pröll bat Virkkunen dem Bericht zufolge, eine Ansiedlung und Beteiligung Anthropics innerhalb der Europäischen Union zu prüfen. Er begründet den Vorstoß mit Anthropics Schwerpunkt auf sicherem KI-Einsatz und sieht darin eine Nähe zu europäischen Wertvorstellungen.

Der Brief steht im Zusammenhang mit dem damaligen US-Ausfuhrstreit um Anthropics leistungsstärkste Modelle. Österreich leitet daraus die Idee ab, einen passenden US-Anbieter über europäische Standortpolitik an die Region zu binden.

Die konkrete Form einer Ansiedlung, ihre Finanzierung und eine Reaktion der EU-Kommission oder Anthropics bleiben offen. Die Meldung geht auf Bloomberg zurück und wurde unter anderem von heise und dem ORF aufgegriffen; eine Zusage ist daraus nicht entstanden.