Jeder Dot bekommt eine eigene Rechenumgebung in der Cloud samt Browser und kann über OpenAIs Plugin-System nach Anbieterangabe mehr als 4.000 Apps ansprechen. Nutzer können diesen Rechner jederzeit öffnen und die Arbeit verfolgen; mit Erlaubnis greift der Dot auch auf den eigenen Laptop zu. Ansprechbar ist er in ChatGPT auf Desktop, Web und Smartphone sowie in Slack und Microsoft Teams, SMS soll folgen. Einrichten lässt er sich nur am Desktop.
Wann ein Dot selbst handelt und wann er fragt, bestimmen voreingestellte Regeln. Mit „Custom Rules“ lassen sich einzelne Aktionen erlauben, freigabepflichtig machen oder sperren. Recherche ohne Auftrag läuft laut OpenAI nur mit Werkzeugen, die auf Lesen beschränkt sind. Aktionen, die Konten betreffen oder Informationen teilen, prüft eine automatische Kontrolle; eine Passwortänderung bleibt immer dem Menschen vorbehalten. Gespeicherte Passwörter nutze der Dot, ohne dass das Modell sie zu sehen bekommt.
Der erste Dot ist in Pro und Business Premium ohne Aufpreis enthalten, dazu ein Kontingent für aufwendigere Arbeit, das im ersten Monat erhöht ist. Gespräche mit dem Dot zählen nicht gegen die ChatGPT-Limits, Aufgaben in Codex oder ChatGPT Work dagegen schon. Weitere Dots und mehr Arbeitsvolumen kündigt OpenAI nur für später an, einen Preis nennt es nicht. In den Pro-Tarifen gibt es Dots laut OpenAIs Dokumentation nur außerhalb des EWR, Großbritanniens und der Schweiz; für Business Premium und Enterprise läuft die Einführung weltweit.
Dots sind OpenAIs Gegenstück zu Metas persönlichem Agenten Muse, der seit September in den USA und inzwischen auch in Kanada läuft. Als Modell dient GPT-6 Astra, OpenAIs teuerste Stufe; Simon Willison nannte das im Liveblog von der Konferenz eine kostspielige Voreinstellung.