Laut einem internen Memo von OpenAI-CEO Sam Altman – zuerst von The Information berichtet, danach u. a. von TechCrunch und Axios aufgegriffen – baten das Office of the National Cyber Director und das Office of Science and Technology Policy darum, den Start von GPT-5.6 zu staffeln. In einer Vorschauphase solle die Regierung den Zugang „Kunde für Kunde“ genehmigen; eine breitere Freigabe hoffe Altman „ein paar Wochen später“ nachzuziehen.
Hintergrund ist eine Cyber-Verfügung, die Präsident Trump Anfang Juni 2026 unterzeichnete: Sie richtet einen freiwilligen Rahmen ein, in dem staatliche Cybersicherheits-Teams bis zu 30 Tage Zeit erhalten, fortgeschrittene Modelle vor der Veröffentlichung zu prüfen. Sowohl OpenAI als auch die Administration stufen GPT-5.6 in seinen Fähigkeiten – besonders im Cyber-Bereich – als „auf Augenhöhe“ mit Anthropics Modell Mythos ein.
Einordnung: Der Schritt reiht sich in eine Serie staatlicher Eingriffe in den Betrieb von Spitzenmodellen ein. Erst Mitte Juni hatte dieselbe Administration Anthropic per Exportkontrolle gezwungen, die Modelle Fable 5 und Mythos 5 abzuschalten (siehe verwandte Depesche). Anders als dort greift die Regierung bei GPT-5.6 jedoch vor dem Start ein – als Auflage statt als nachträgliche Sperre. Die Details des Memos sind über Sekundärquellen belegt; die Originalmeldung von The Information ist zahlungspflichtig.