Das Verfahren legt ein statistisches Signal in die Wortwahl des Modells; der Detektor braucht nur den Text und einen geheimen Schlüssel. Ein technischer Bericht mit Autoren der University of Pennsylvania, aus Yale und von OpenAI beschreibt die Methode. Laut OpenAI findet der Detektor bei einer Falsch-Positiv-Rate von 1 % das Wasserzeichen in etwa 80 % der Passagen mit 200 Token und in etwa 95 % der Passagen mit 400 Token, gemessen an englischen Antworten etwa zu Psychologie. Bei Mathematik, wo die Wortwahl weniger Spielraum lässt, sind die Raten deutlich niedriger.
Bearbeitung schwächt das Signal schnell: Ersetzt man in 400-Token-Passagen 10 % der Wörter durch Synonyme, sinkt die Erkennung von etwa 92 auf 66 %, bei 25 % auf 17 %. Auf die Antwortqualität habe das Wasserzeichen keinen messbaren Einfluss. Alle Werte stammen von OpenAI; unabhängig geprüft sind sie nicht.
Wegen übersehener Markierungen und Fehlalarmen macht OpenAI den Detektor zum Start nicht öffentlich. Forschende und Fachorganisationen können seit dem 5. Oktober Zugang beantragen, der nach dem EU-Verhaltenskodex zur Kennzeichnung KI-erzeugter Inhalte im Einzelfall vergeben wird. Ein Treffer belegt laut OpenAI weder Urheberschaft noch Richtigkeit, und ein fehlendes Signal beweist keine menschliche Autorschaft. Die öffentlichen Prüfwerkzeuge für Bilder und Audio bleiben bestehen.