Anthropic beschreibt sein Verfahren als Variante von SynthID-Text: Es verändert die Zufallsquelle bei der Wortauswahl, nicht sichtbare Zeichen. Eine Prüf-API ist angekündigt, aber ohne Termin. Das Projekt watermarks-remover unterscheidet deshalb zwischen testbarer Entfernung von Unicode-Trägern und einem nur nach bestem Bemühen möglichen Umschreiben gegen statistische Wasserzeichen.
Die Dokumentation des Projekts sagt selbst, das Signal liege in den Token-Entscheidungen über den gesamten Text verteilt. Ein zweites Modell muss den Text dafür stark umschreiben; das Projekt kann nicht bescheinigen, dass Anthropics späterer Detektor die Markierung nicht erkennt. Die Lizenz des Projekts ist MIT.
BleepingComputer berichtet außerdem über einen Gegentest, bei dem ein populäres Werkzeug eine versteckte Nutzlast nicht entfernte. Dieser Befund bezieht sich auf eine andere, metadatenartige Schicht und ist in der genannten Rezeption nicht selbst von uns nachgebaut worden. Die schnell wachsende Codebasis bleibt damit auch ein Lieferkettenrisiko für Agenten-Pipelines.
Aktualisiert am 3. September 2026.