Der Analyst gehörte nach CNNs Darstellung zum US Special Operations Command Pacific mit Sitz auf Hawaii. Er befragte einen Chatbot zu Geheimdienstmeldungen über das Ladungsverzeichnis des Schiffs. Das Werkzeug verband offene Quellen mit geheimer Fernmeldeaufklärung aus Regierungsbeständen und kam so zu seiner falschen Aussage über die Fracht.
Der daraus entstandene Bericht zirkulierte im Frühjahr mitten im Krieg mit dem Iran quer durchs Militär. Das Schiff sollte abgefangen werden; bewaffnete Angehörige bereiteten das Entern vor, Militärflugzeuge waren bereits in der Luft. Erst unmittelbar vor der geplanten Operation gingen Beamte dem Bericht genauer nach und stellten fest, dass er mit KI erzeugt und inhaltlich falsch war.
Quellen beschrieben CNN die Erkenntnisse als vollständig falsch; der Vorgang habe beinahe einen Krieg ausgelöst. Welches Werkzeug der Analyst benutzte, ist offen – auch, ob es ein kommerzielles Produkt oder eine Regierungsentwicklung war. Ein früherer hochrangiger Beamter sagte CNN, die internen Werkzeuge seien meist nur aufgehübschte Kopien der kommerziellen.
Das Verteidigungsministerium treibt den Einsatz derweil voran: Minister Pete Hegseth legte im Januar 2026 eine „Artificial Intelligence Acceleration Strategy“ vor. Jake Steckler vom Forschungsinstitut GovAI mahnte gegenüber TechCrunch, Soldaten müssten die Unsicherheit von Sprachmodellen verstehen – besonders bei Entscheidungen, die zu Gewaltanwendung führen können, etwa Zielauswahl, Auswertung und Einsatzplanung.