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Pine64 baut vorerst keine Linux-Geräte mehr – neu entschieden wird erst nach Mitte 2027

Pine64 hat in seinem Telegram-Kanal angekündigt, wegen des anhaltenden DRAM- und eMMC-Mangels vorerst keine weiteren Linux-Geräte zu fertigen: „Just a quick reminder that due to the current DRAM/eMMC shortage, there isn’t any plans to continue producing more Linux devices in the near future.“ Ob die Produktion weitergeht, hängt nach Angabe des Unternehmens von der Preislage dieser Bauteile „after mid 2027“ ab. PineNote und PineTab2 sind nach eigener Schätzung in etwa drei Monaten ausverkauft; PineTime, PineVoice und Pinecil – allesamt Geräte mit Mikrocontroller statt Linux-SoC – laufen weiter. CNX Software griff die Ankündigung am 19. August 2026 auf.

Der Wortlaut der Ankündigung ist knapp und stammt aus dem eigenen Nachrichtenkanal: „Just a quick reminder that due to the current DRAM/eMMC shortage, there isn’t any plans to continue producing more Linux devices in the near future. Whether production continues or not depends on the pricing situation for those components after mid 2027.“ Zur Lagerlage heißt es: „Devices like the PineNote and PineTab2 are currently estimated to run out of stock in three months time. Just pre-warning everyone in case people start asking when things are going to be in stock again.“ Weiterlaufen sollen die Geräte ohne Linux-Speicherbedarf: „Meanwhile, devices like the PineTime, PineVoice and Pinecil will continue production as usual!“ Der PineTime Pro ist nach derselben Mitteilung noch in der Firmware-Entwicklung, vor einer Pilotserie seien Fehler auszuräumen. Das Fazit formuliert Pine64 selbst: „all in all it’s a bit bleak for the Linux devices“.

Betroffen ist damit die gesamte Linux-Linie – Einplatinenrechner, Linux-Smartphones, Tablets und der E-Ink-Reader PineNote –, während die Mikrocontroller-Produkte weiterlaufen. Der Unterschied ist genau der Bauteil-Unterschied: Ein Lötkolben oder eine Smartwatch braucht kein DRAM-Modul und keinen eMMC-Baustein in den Größen, um die Rechenzentren gerade konkurrieren. Zwei unabhängige Fachmedien haben die Ankündigung aufgegriffen: CNX Software am 19. August 2026 mit dem Hinweis auf die drei Monate Lagerreichweite, Liliputing mit der Zusammenfassung, Pine64 werde „reevaluate based on pricing & availability in mid 2027“.

⚠️ Was hier nicht belegt ist. Erstens die Ursachenkette: Dass der KI-Ausbau die Speicherpreise treibt, steht in der Pine64-Mitteilung nicht – dort steht „shortage“. Belegt ist die Angebotsseite an anderer Stelle: SanDisk hat am 5. August 2026 Langfristverträge über mindestens 93,9 Milliarden US-Dollar zu Preisuntergrenzen ausgewiesen, die im Geschäftsjahr 2027 mehr als die Hälfte der lieferbaren Speicherbits binden sollen; die Aufschlüsselung dort lautet allerdings „Datacenter“, nicht „KI“. Zweitens das Datum der Mitteilung: Die Telegram-Weboberfläche zeigt beim Beitrag keine Kalenderangabe, nur eine Uhrzeit; datiert ist deshalb nur die Rezeption durch CNX Software am 19. August 2026. Drittens die drei Monate Lagerreichweite – das ist eine Schätzung des Herstellers, keine geprüfte Bestandszahl.