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Texas verlangt ein Audit vor dem Netzanschluss neuer Rechenzentren

Texas-Gouverneur Greg Abbott weist die Regulierungsbehörde PUCT und ERCOT an, Rechenzentren im laufenden Anschlussverfahren umfassend zu prüfen. Erfasst werden unter anderem Strom- und Wasserbedarf, Kühlung, öffentliche Vergünstigungen, Lärmschutz und Eigentümer. Projekte, die die Anforderungen nicht erfüllen, sollen keinen Anschluss an das Texas-Netz erhalten.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 4. August 2026

Abbott erteilte die Anweisung am 3. August 2026. PUCT und ERCOT sollen jedes Rechenzentrum prüfen, das im ERCOT-Anschlussverfahren vorankommt. Die Prüfung umfasst prognostizierten Jahres- und Spitzenverbrauch, Eigenerzeugung und Netzbezug, Wasserbedarf und Kühlungsart, Lärm-, Licht- und Verkehrsmaßnahmen sowie Eigentums- und Beteiligungsverhältnisse. Auch Steuervergünstigungen und öffentliche Zuschüsse sollen offengelegt werden.

Nach Angaben des Gouverneurs liegen im ERCOT-Verfahren Anschlussanfragen über 474 Gigawatt vor, mehr als das Fünffache der texanischen Rekordspitzenlast. Rund 90 Prozent der neuen Bedarfsanfragen entfallen demnach auf Rechenzentren. Der Texas Tribune nennt mehr als 1.800 Projekte; ERCOT stoppte die laufende Prüfrunde.

Die Anweisung ist kein Gesetz und nennt keine Frist für den Abschluss der Audits. Sie betrifft das ERCOT-Netz, nicht automatisch Projekte mit eigener Stromversorgung oder Standorte außerhalb dieses Netzes. Die Folge eines nicht erfüllten Audits ist laut Anordnung die Ablehnung des Anschlusses. Wie viele Vorhaben tatsächlich betroffen sein werden, ist noch offen.