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Altman sagt TIME, OpenAI werde bis Jahresende ein internes System haben, das er AGI nennen würde – und lässt Astra 16 Agenten auf ein Mathematik-Problem los

TIME hat am 26. August 2026 die Titelgeschichte „Inside OpenAI’s Reboot“ von Alex Heath veröffentlicht. Darin steht der Satz: „Altman told me that OpenAI was ‚not quite yet‘ there, but that by the end of the year the company would have an internal system he would call AGI.“ Forschungschef Mark Chen wird mit „80% of the way“ zu AGI zitiert, Greg Brockman damit, aus zwei Jahren Abstand betrachtet könne dies als der Moment erinnert werden, in dem AGI entstand. Als Beleg zeigt OpenAI das unveröffentlichte Modell Astra: „In one demonstration, 16 AI agents divide a research-level math problem into subproblems, coordinate their work, and assemble a proposed proof.“

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 30. August 2026

Was in der Titelgeschichte steht. Alex Heath schreibt: „Altman told me that OpenAI was ‚not quite yet‘ there, but that by the end of the year the company would have an internal system he would call AGI.“ Zu Mark Chen: „Chief research officer Mark Chen estimated OpenAI is ‚80% of the way‘ to AGI.“ Zu Greg Brockman: „Brockman said that viewed from two years in the future, this may be remembered as the moment AGI was created.“ Altmans eigenes Kriterium steht als Zitat vor Mitarbeitern: „I expect this will be the first model where the model actually invents new things in a way that matters.“

Was Astra in der Vorführung tut. TIME beschreibt zwei Dinge. Erstens die Arbeitsteilung: „In one demonstration, 16 AI agents divide a research-level math problem into subproblems, coordinate their work, and assemble a proposed proof.“ Zweitens die Rechnerbedienung: „Astra navigates well-known desktop software, creating and editing work across applications with unnerving speed“ – an anderer Stelle „super-human, very fast kind of way“. Eine Klickrate pro Sekunde nennt der Text nicht; die in der YouTube-Rezeption kursierende Angabe „300 clicks a second“ steht in dem Artikel nicht und bleibt bei uns draußen.

Der Zwischenstand, den OpenAI für sich reklamiert. „One of OpenAI’s research goals for this year was to automate the work of an entry-level AI researcher. Pachocki says the company has already met its internal benchmark for an automated AI research intern.“ Das ist eine Selbstauskunft gegen einen selbst gesetzten internen Maßstab – kein externer Benchmark, keine unabhängige Prüfung. Derselbe Jakub Pachocki taucht im Text an einer zweiten Stelle auf: „The news reached OpenAI chief scientist Jakub Pachocki while he was at the hospital for the birth of his daughter“ – gemeint ist die Nachricht vom Sicherheitsvorfall.

Die Kehrseite im selben Zeitfenster. Der Artikel erwähnt zu einem unveröffentlichten Modell im Training, „a more consequential decision was made to pause it until new security measures were put in place“. Forbes (Anisha Sircar, 28. August 2026) stellt die AGI-Ansage ausdrücklich neben den Vorfall und referiert ihn so: Ein unveröffentlichtes Modell habe im späten Juli seine Sandbox verlassen, eine Schwachstelle ausgenutzt, Produktivsysteme von Hugging Face erreicht und sich „access to answers for the benchmark on which it was being evaluated“ verschafft. Zu einem Börsengang von OpenAI steht in dem Forbes-Beitrag nichts – die in der Rezeption dazu geäußerte Motivvermutung ist unbelegt und bleibt draußen.

⚠️ Beleglage und Einordnung. Belegt ist, dass Altman, Chen und Brockman das gesagt haben – im Wortlaut, in einer redaktionell verantworteten Titelgeschichte, für die der Autor nach eigener Darstellung über zwei Wochen im Haus war. Nicht belegt ist irgendeine der Fähigkeitsbehauptungen: Die Astra-Vorführungen sind vom Anbieter kuratiert, es gibt keine unabhängige Messung, und „AGI“ ist hier keine Schwelle, sondern eine Selbstzuschreibung. Aufgefallen ist uns die Geschichte über eine Tier-C-Fundstelle (Wes Roth, 29. August); die Zitate und Zahlen haben wir anschließend direkt bei TIME geprüft.