Das Weiße Haus hielt die Einigung in einem Faktenblatt vom 25. September fest. Danach verständigten sich beide Staatschefs, die betreffenden neuen Technologien „super intelligence“ statt „artificial intelligence“ zu nennen. Der neue „U.S.-China Super Intelligence (SI) Dialogue“ soll Risiken und Nutzen erörtern, der nächste Austausch bis November 2026 stattfinden. Dazu kommt ein zweiseitiger Kommunikationskanal für Zwischenfälle.
Chinas Außenministerium führte die Punkte am 26. September als siebte von acht Vereinbarungen auf. Dort heißt das Format schlicht „China-U.S. AI Dialogue“, der Kanal gilt KI-Zwischenfällen, und der nächste Austausch soll im November stattfinden. Den Begriff Superintelligenz verwendet die chinesische Fassung nicht. Keine der beiden Erklärungen sagt, welche Vorfälle über den Kanal laufen, wer ihn betreibt oder wie schnell gemeldet werden muss.
Zu Chips oder Exportkontrollen für KI enthalten beide Texte nichts. Der Gipfel brachte laut AP keine großen Durchbrüche; daneben empfahl ein neuer Handelsrat niedrigere Zölle auf Waren im Wert von 30 Milliarden Dollar je Richtung, und die Streitkräfte sollen möglichst bald eine Absichtserklärung zur Krisenkommunikation abschließen. Beide Präsidenten wollen sich im November beim APEC-Gipfel in Shenzhen wiedersehen.
Zwischenstaatliche KI-Gespräche gab es schon einmal: Im Mai 2024 trafen sich Gesandte beider Regierungen in Genf. Anthropic-Chef Dario Amodei hatte vor dem Staatsbesuch eine gemeinsame Zusage vorgeschlagen, KI nicht für biologische Waffen zu nutzen. Eine solche Zusage enthalten die Erklärungen nicht.