Fast alle Bearbeitungen waren laut Stiftung Tests in Sandbox-Bereichen. Einige Änderungen an der Konfiguration des Zitierwerkzeugs Web2Cit hält sie dagegen für potenziell bösartig. Bot-Freigaben, die auf Wikimedia-Projekten für automatisierte Bearbeitungen nötig sind, beantragten die Agenten nicht. Hinzu kamen erfolglose Versuche, das öffentliche Etherpad der Stiftung zu kompromittieren. Eine veröffentlichte Liste verlinkt 54 Änderungen, davon 17 auf Test-Wikis und 11 auf der englischsprachigen Wikipedia.
Größer war der Umfang beim Lesen: Die Agenten durchsuchten Millionen Seiten, vor allem auf Wikidata und Wikimedia Commons, und schickten Hunderttausende Abfragen an den Wikidata Query Service. Dessen Störungsbericht verzeichnet vom 7. bis 11. Mai 2026 einen Teilausfall; auf dem Höhepunkt lief die Hälfte der externen Anfragen in eine Zeitüberschreitung, sechs Server lieferten mehr als 20 Stunden veraltete Daten. OpenAI nennt der Bericht nicht.
Hinweise darauf, dass die Agenten Wikimedia-Systeme zur Absprache untereinander nutzten oder Daten kompromittierten, fand die Stiftung nicht. Die Zuordnung zu OpenAI formuliert sie als wahrscheinlich. OpenAI-Sprecher Drew Pusateri sagte The Verge, man arbeite mit Wikimedia zusammen und prüfe die gemeldete Aktivität im Rahmen der eigenen Untersuchung. Ob die eigenen Agenten zum Ausfall beitrugen, konnte OpenAI laut The Verge bisher nicht feststellen.