Die Gruppe stellte sich am 21. September 2026 in einem Gastbeitrag auf Terence Taos Blog und auf ihrer Seite agmai.org vor. Mitglieder sind François Charles (ENS-PSL), Camillo De Lellis (IAS, GSSI), Timothy Gowers (Collège de France, Cambridge), Martin Hairer (EPFL, Imperial College London), Nikhil Srivastava (Berkeley, Simons Institute), Ulrike Tillmann (Oxford, INI), Ravi Vakil (Stanford), Edward Witten (IAS) und Melanie Matchett Wood (Harvard). Tao selbst gehört ihr nicht an.
Nach eigener Darstellung kam die Gruppe zustande, nachdem OpenAI einzelne Mitglieder auf einen externen Beirat angesprochen hatte; im Einvernehmen mit dem Unternehmen entschieden sie sich für ein unabhängiges Gremium und luden weitere Fachleute ein. Die Mitglieder nehmen für diese Arbeit kein Geld an, wollen ihre Empfehlungen auf der eigenen Seite veröffentlichen und bieten sie jeder KI-Firma an, deren Modelle die Mathematik nennenswert beeinflussen.
Die laufende Aufgabe benennt der Beirat konkret: OpenAI dabei zu beraten, wie sich die Veröffentlichung einer großen Zahl bedeutender mathematischer Ergebnisse koordinieren lässt, die das Unternehmen seinem internen Modell zuschreibt. TechCrunch beziffert sie nach OpenAIs Ankündigung auf mehr als 100 offene Probleme, gelöst von demselben System, dem OpenAI am 8. September die Navier-Stokes-Arbeit zuschrieb. Unabhängig nachgeprüft ist davon bislang nichts.
Die Ankündigung benennt auch die Grenzen des Gremiums. Der Beirat hat nach eigenen Worten bei keiner KI-Firma Entscheidungsmacht; die Verantwortung bleibt beim jeweiligen Unternehmen. OpenAI ergänzt laut TechCrunch, die Gruppe solle nicht dazu beraten, in welchem Tempo die eigene Mathematik-Forschung voranschreitet. Rückmeldungen aus der mathematischen Gemeinschaft sammelt der Beirat über ein Formular.