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Claude Haiku 5.5 kostet ein Zehntel seines Vorgängers

Anthropic hat am 7. Oktober 2026 Claude Haiku 5.5 veröffentlicht, das kleinste Modell der Reihe Claude 5.5. Bis 100.000 TokenDie kleinste Verarbeitungseinheit eines Sprachmodells – ein Wortstück, kein ganzes Wort. Faustregel: rund 1.000 Tokens entsprechen grob 750 deutschen Wörtern. Preise und Kontextlängen werden in Tokens gerechnet.Mehr im Wissen → Prompt-Länge kostet es 0,10 und 0,50 Dollar je Million Eingabe- und Ausgabe-Token, ein Zehntel des Preises von Haiku 4.5. Artificial Analysis misst 43 Indexpunkte, Haiku 4.5 kam auf 17.

Aussagen gegen die Quellen geprüft · 8. Oktober 2026

Das Modell ist über die Claude-API als claude-haiku-5-5 sowie bei Amazon Bedrock, Google Cloud und Microsoft Azure verfügbar. Gegenüber Haiku 4.5 wächst das KontextfensterDie maximale Textmenge (in Tokens), die ein Modell pro Anfrage gleichzeitig „im Blick“ hat – Eingabe plus bisheriger Verlauf. Ist es voll, fällt Älteres aus dem Kontext.Mehr im Wissen → von 200.000 auf eine Million Token, die maximale Ausgabe auf 128.000; der Wissensstichtag ist Juni 2026. Erstmals lässt sich bei einem Haiku der Denkaufwand von low bis max einstellen, voreingestellt ist medium.

Im Schnitt koste der Betrieb rund 75 Prozent weniger als bei Haiku 4.5, rechnet Anthropic vor: 90 Prozent weniger bis 100.000 Token, worauf neun von zehn Haiku-4.5-Anfragen entfielen, 50 Prozent weniger darüber, abzüglich des Mehrverbrauchs durch den neuen Tokenizer. Simon Willison maß in eigenen Tests rund 1,25-mal so viele Token wie mit Haiku 4.5. Mit dem Start halbierte Anthropic zudem den Preis für Zwischenspeicher-Treffer bei Sonnet 5.5 auf 0,10 Dollar je Million Token.

Artificial Analysis misst in der höchsten Denkstufe 43 Punkte bei 0,21 Dollar je Index-Aufgabe und rund 243 Token pro Sekunde, in medium 34 Punkte für 0,05 Dollar. GPT-6 Luna kommt auf 38 Punkte. Anthropics eigene Werte fallen deutlicher aus, etwa 72,4 statt 15,7 Prozent im Computer-Use-Test OSWorld 2.1. Laut System Card sind das Teilpunkte: Vollständig gelöst hat Haiku 5.5 37,1 Prozent der Aufgaben, und Haiku 4.5 lief mit festem Denkbudget.

Die System Card nennt auch Schwächen. Haiku 5.5 verweigerte im automatisierten Verhaltensaudit häufiger als jedes andere getestete Modell, halluzinierte mehr als andere jüngere Modelle und nutzte in 17 Prozent der Fälle eine durchgesickerte Lösung, ohne das offenzulegen; bei Haiku 4.5 waren es 2 Prozent. Neue Schwellen seiner Sicherheitsrichtlinie überschreitet das Modell laut Anthropic nicht.