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JudgeGPT: Schulung entscheidet über KI-Nutzung in Pakistans Justiz

Eine vorab registrierte Studie teilte 1.559 pakistanische Richter aus 118 Distrikten zufällig drei Gruppen zu. JudgeGPT, ein auf der GPT-4-Familie basierender Chatbot mit pakistanischen Urteilen und Gesetzen, erhöhte in Distrikten mit mittlerer Nutzung die Zahl erledigter Fälle laut Arbeitspapier um rund 1.848 pro Jahr oder 6,3 Prozent.

1.197 Richter erhielten Zugang und eine auf das Werkzeug zugeschnittene Schulung, 180 Zugang und einen allgemeinen Technik- und Rechtskurs. 182 Richter bildeten die Kontrollgruppe ohne Zugang. Die Plattformdaten zeigen, dass die gezielt geschulte Gruppe sich rund 56-mal häufiger anmeldete und etwa 212 Prompts mehr absendete als die Kontrollgruppe.

JudgeGPT durchsucht einen Bestand pakistanischer Urteile und Gesetze per BM25 und stellt die Treffer dem Modell als Kontext bereit. Das System lief über eine Azure-gehostete OpenAI-Schnittstelle. In den Verwaltungsdaten steigt die Fallzahl, ohne dass die Berufungsquote signifikant zunimmt; die Autoren finden auch keine Verschlechterung mehrerer sprachlicher Qualitätsmaße.

Die Studie registriert zugleich eine riskante Nutzung: Rund ein Fünftel der Prompts delegierte substanzielle Aufgaben wie Entscheidung, Begründung oder Urteilsentwurf ohne wesentlichen eigenen Beitrag. Die Verwaltungsdaten enthalten bislang nur ein Nachher-Jahr. Das Arbeitspapier ist nicht begutachtet, und die Kosten-Nutzen-Rechnung wird von den Autoren selbst als beispielhaft bezeichnet.