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Kalifornien lässt Rechenzentren für den Netzausbau selbst zahlen

Gouverneur Gavin Newsom hat am 21. September 2026 sieben Gesetze zu Rechenzentren unterzeichnet. Sie verpflichten die kalifornische Regulierungsbehörde, bis zum 1. Januar 2028 einen eigenen Stromtarif für Rechenzentren zu schaffen, und weisen die Kosten für Netzausbauten den Betreibern zu statt den übrigen Stromkunden.

Das Paket umfasst AB 1577, AB 2383, AB 2469, AB 2619, SB 886, SB 887 und SB 1168. Den Kern bildet SB 886 der Senatoren Steve Padilla und Jerry McNerney: Die California Public Utilities Commission muss bis zum 1. Januar 2028 einen Sondertarif für Rechenzentren einrichten, die Strom auf Übertragungsebene beziehen wollen. Er greift für Verträge nach dem 1. Januar 2027.

Die Kosten aller nötigen Übertragungsausbauten weist SB 886 dem teilnehmenden Kunden zu; der Tarif muss verhindern, dass bei nicht teilnehmenden Kunden gestrandete Kosten oder Kostenverlagerungen entstehen. SB 1168 verpflichtet die Kommission zusätzlich, Tarifstrukturen zu prüfen, die Rechenzentren ihren anteiligen Beitrag an Lastzuwächsen und Energiebeschaffung tragen lassen und die Belastung für Haushaltskunden senken.

Beim Wasser greift AB 2469 der Abgeordneten Diane Papan: Wer ein Rechenzentrum baut oder dessen Spitzenwasserbedarf erhöht, muss der Stadt oder dem Landkreis Angaben zu erwartetem Verbrauch, Einsparmaßnahmen und Beschäftigung vorlegen; ein Wasserknappheitsplan kommt ab dem 1. Januar 2028 hinzu. Nötige Ausbauten der Wasserversorgung zahlt nach der Mitteilung des Gouverneurs der Betreiber.

Beim Bau entfällt der pauschale Umweltfreibrief: Rechenzentren sind von pauschalen Ausnahmen des kalifornischen Umweltrechts ausgenommen und müssen vor einer beschleunigten gerichtlichen Prüfung nachweisen, dass sie keine Kosten auf Tarifkunden verlagern und die staatlichen Vorgaben zu Energie-, Wasser- und Brennstoffverbrauch einhalten. Newsom begründet das Paket mit der Deregulierung auf Bundesebene.