Die Mitteilung ging an Yucca Growth Infrastructure, den Entwickler des Campus und eine Einheit von Blue Owl Capital. Oracle will den Standort nicht verlassen, sondern bleibt Hauptmieter; ein anerkanntes Ereignis höherer Gewalt könnte die Mietzahlungen laut Bloomberg um bis zu drei Jahre verschieben, während die übrigen Kosten weiterlaufen. Bloomberg berichtete zuerst, CNBC bestätigte den Empfänger unabhängig.
Alle drei Beteiligten widersprechen der Lesart, der Bau stocke. Oracle erklärte gegenüber CNBC: „Project Jupiter remains on our planned schedule.“ Blue Owl teilte mit, die Mitteilung ändere nichts an den finanziellen Zusagen für das mehrjährige Vorhaben. Bloom Energy, dessen Brennstoffzellen den Campus versorgen sollen, hielt auf X am vereinbarten Zeitplan fest.
Die Hindernisse sind aktenkundig. Die Gaspipeline von Energy Transfer verschob sich nach wiederholt verweigerten Genehmigungen um fast sechs Monate auf den 1. Februar 2027. Über die Luftreinhaltegenehmigung für das 2,46-Gigawatt-Microgrid aus Brennstoffzellen ist noch nicht entschieden; die Umweltbehörde von New Mexico hat dafür bis zum 23. November Zeit.
Der Genehmigungsstreit läuft seit Monaten. Im August setzte der Oberste Gerichtshof von New Mexico das Verfahren auf Antrag der Umweltorganisation New Energy Economy aus und hob die Aussetzung am 17. September einstimmig wieder auf. Zuvor hatte sich der Anhörungsbeamte für befangen erklärt; ein neuer Termin stand Mitte September noch nicht fest.
Finanziell hängt mehr daran als die Miete. Laut CNBC unter Berufung auf die Financial Times werden 18 Milliarden Dollar an Schulden, die mit dem Rechenzentrum zusammenhängen, bereits auf gedrücktem Niveau gehandelt. Oracle-Co-Chef Clay Magouyrk hatte Analysten am 10. September gesagt, Project Jupiter berühre die Prognose für das Geschäftsjahr 2027 nicht.