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Drei Viertel der US-Wähler wollen kein Rechenzentrum in der Nachbarschaft – vor einem Jahr war die Stimmung noch geteilt

Eine am 19. August 2026 veröffentlichte Umfrage von Heatmap Pro, erhoben vom Institut Embold Research zwischen dem 8. und 13. August unter 2.045 registrierten US-Wählerinnen und -Wählern in allen 50 Bundesstaaten (Fehlermarge ±2,3 Punkte), findet 75 Prozent Ablehnung gegen den Bau eines Rechenzentrums in der eigenen Nachbarschaft; „mehr als sechs von zehn“ lehnen entschieden ab. Dieselbe Frage stellt Heatmap seit rund einem Jahr: Damals standen 43 Prozent Zustimmung gegen 42 Prozent Ablehnung, im Februar 2026 waren es 51 Prozent Ablehnung, in der Mai-Welle 71 Prozent (davon 55 Prozent entschieden) gegen 21 Prozent Zustimmung.

Die aktuelle Welle ist knapp beschrieben: „Three-quarters of Americans now say that they would oppose a new data center being built near where they live“, und „more than six in 10 Americans say they would strongly oppose such a proposal“. Die Erhebung lief laut Methodenangabe „via text-to-web responses from August 8 to 13, 2026“ unter 2.045 registrierten Wählern, „in all 50 states and Washington, D.C.“, mit einer Fehlermarge von ±2,3 Prozentpunkten.

Den Vergleichsmaßstab liefert dieselbe Reihe. In der Welle vom Mai 2026 – 4.118 Befragte, 15. bis 28. Mai, Fehlermarge ±1,6 Punkte – lehnten 71 Prozent ab, 55 Prozent davon entschieden, 21 Prozent waren dafür. Im Februar 2026 waren es 51 Prozent Ablehnung; im September 2025, dem Beginn der Reihe, standen 43 Prozent Zustimmung gegen 42 Prozent Ablehnung bei 15 Prozent Unentschiedenen. Die Mai-Welle zeigte die Ablehnung bereits über alle Lager hinweg: 78 Prozent bei Demokraten, 72 Prozent bei Unabhängigen, 63 Prozent bei Trump-Wählern.

In der August-Welle ist der Abstand zwischen Zustimmung und Ablehnung in allen drei Gruppen zweistellig negativ – bei Republikanern 43, bei Unabhängigen 65 und bei Demokraten 75 Punkte. Diese Aufschlüsselung findet sich übereinstimmend in der Heatmap-Auswertung und in der unabhängigen Wiedergabe von Common Dreams vom 20. August, die zusätzlich 61 Prozent für die entschiedene Ablehnung nennt.

⚠️ Was wir nicht übernommen haben: Die deutsche Rezeption schreibt die 71 Prozent aus der Mai-Welle einer Gallup-Umfrage zu und nennt dafür 48 Prozent entschiedene Ablehnung. In den Heatmap-Quellen steht dieser Wert nicht – dort stammt die 71-Prozent-Zahl aus der eigenen Mai-Welle, mit 55 Prozent entschiedener Ablehnung. Wir führen deshalb nur die Heatmap-Reihe; eine Gallup-Erhebung mit diesen Werten haben wir nicht geprüft. Ebenfalls nicht belegt ist eine Ursache: Keine der beiden Heatmap-Auswertungen nennt Gründe für den Umschwung.