Die Regierung reichte ihr Statement of Interest im New Yorker Sammelverfahren gegen OpenAI und Microsoft ein. Sie argumentiert, das Kopieren geschützter Texte als Lernmaterial sei eine transformative Nutzung: Das Training erzeuge ein Modell, ohne die kopierten Werke selbst öffentlich bereitzustellen.
Beschaffung der Werke, Training und Ausgaben behandelt der Schriftsatz getrennt. Die Stellungnahme bezieht ausdrücklich keine Position dazu, ob die Beschaffung oder bestimmte Ausgaben rechtmäßig sind. Sie bindet das Gericht nicht.
Besonders scharf fällt die Passage zum US Copyright Office aus. Die Regierung erklärt, die Einschätzung des Amtes zum Training verdiene wegen der Supreme-Court-Entscheidung Loper Bright keine besondere Rücksicht und beruhe auf zu dünner Begründung. Diese Einordnung steht in einer Fußnote des Schriftsatzes.
Für den behaupteten gesellschaftlichen Nutzen von Sprachmodellen verweist das Dokument unter anderem auf Seiten von OpenAI und Anthropic. Die New York Times widerspricht und verlangt, KI-Unternehmen müssten für die Inhalte fair bezahlen. Wie das Gericht die Stellungnahme gewichtet, ist offen.