Was sich ändert: In den Gemini-Einstellungen gibt es künftig den Punkt „Media Watermark“ mit einem Ein-/Aus-Schalter für die sichtbare Markierung. TechCrunch berichtet, die Funktion werde „in the coming days“ ausgerollt und stehe für die Modelle Nano Banana (Bilder), Omni (Video) und Lyria (Musik) zur Verfügung; erfasst sind die Gemini-App und Googles Videowerkzeug Flow, die Unterstützung in der Google-Suche sei angekündigt. Josh Woodward, Vizepräsident für Gemini, begründet den Schritt so: „We’re striking a balance here between creative control and safety: while the visible watermarks are now optional, invisible SynthID watermarks and C2PA metadata are still being used for transparency.“
Was Googles eigene Hilfeseite sagt: Sie hält fest, dass die Einstellung ausschließlich die sichtbare Ebene betrifft – „All AI-generated media created or edited with Gemini Apps includes an invisible SynthID watermark. Gemini Apps include Content Credentials (C2PA) metadata to provide information about the content’s origin.“ Für die sichtbare Markierung unterscheidet die Seite nach Medium: Bei Bildern erscheine sie auf neu erzeugten Bildern, bei Video als dauerhafte Einblendung über dem erzeugten Material („Visible watermarks appear as a persistent overlay on generated video content“).
Die einzige Länder-Unterscheidung, die auf der Hilfeseite tatsächlich steht, ist keine rechtliche, sondern eine kommerzielle: „If you are in India, South Korea, or Vietnam, you’ll only see this setting if you have an AI Ultra subscription.“ In Indien, Südkorea und Vietnam bekommt die Abschaltmöglichkeit also nur, wer das teuerste Abo hat. Mehrere Wiedergaben berichten daneben von einer gesetzlichen Ausnahme – GizChina etwa schreibt, der Schalter werde „not be offered in countries where local rules require a visible watermark on AI content“. Auf der von uns geöffneten Hilfeseite steht das nicht; wir geben die Divergenz weiter, statt sie zu glätten.
⚠️ Zur Beleglage: Die Ankündigung selbst ist ein Beitrag von Josh Woodward auf X. Diese Primärquelle war für unser Abrufwerkzeug nicht lesbar (HTTP 402) – eine reale, aber gesperrte Quelle, kein toter Link. Wir haben den Vorgang deshalb gegen Googles eigene Hilfeseite (die wir in zwei Durchgängen mit gezielten Gegenfragen geprüft haben) und zwei unabhängige Wiedergaben gehalten. ⚠️ Nicht belegt und daher nicht behauptet: ob der Schalter im Auslieferungszustand an oder aus steht – weder die Hilfeseite noch TechCrunch sagen das auf gezielte Nachfrage. Ebenfalls nicht belegt: ein Bezug Googles zur KI-Verordnung. TechCrunch stellt die Änderung lediglich neben Anthropics EU-getriebenen Schritt; Google selbst nennt in den von uns geöffneten Quellen keine Rechtsgrundlage. Die Modellnamen Nano Banana, Omni und Lyria stammen aus der Rezeption, nicht von der Hilfeseite.