Das Stanford Digital Economy Lab wertet hochfrequente ADP-Daten über Millionen US-Beschäftigte aus. Die Lücke entsteht laut den Autoren vor allem durch weniger Neueinstellungen junger Menschen und nicht durch mehr Entlassungen. Bei erfahrenen Beschäftigten zeigt sich keine vergleichbare Abweichung.
Zwischen November 2022 und Juni 2026 sank die Beschäftigung junger Menschen in den am stärksten exponierten Berufen um etwa 11 Prozent, während sie in den am wenigsten exponierten um etwa 10 Prozent wuchs. Die daraus berechnete Spreizung beträgt 21 Prozentpunkte und entspricht relativ zum Vergleichspfad 19 Prozent.
Die Divergenz bleibt laut Studie bestehen, wenn Technologiefirmen und Computerberufe ausgeschlossen oder Zinsanstiege berücksichtigt werden. Das Papier nennt zugleich Bildungsniveau, bereits vorher auseinanderlaufende Trends und die begrenzte Repräsentativität des ADP-Panels als Einschränkungen und warnt vor einer kausalen Lesart.